Freitag, 25.07.2008: Die Erste Allgemeine Ver-unsicherung und Ihrer AMORE-XL-Tour".
Am Freitag war es wieder soweit - wie jedes Jahr traten die Interpreten zum Veldensteiner Festival an. Den Anfang machte an diesem Tag der Höchstadter Musikkomiker Atze Bauer - der Lieder-Chaot - der zum Auftakt die Gangart für den Rest des Abends vorgab.  Der selbstbekennende Blödel-Barde, Liedermacher und Musik-Comedian, dessen zentrales Thema der Chaos-Show die alltäglichen Dinge des Menschseins sind, bot ein vielseitiges Programm. Sein Repertoire bestand aus Parodien, aktuellen Radio-Songs, Klassikern und natürlich vielen eigenen Liedern. Dann war es soweit - die Erste Allgemeine Verunsicherung, eine weithin bekannte österreichische  Formation, erschien um 21 Uhr auf der  Veldensteiner Bühne. Mit ihrem 23. Album Amore-XL unter dem Arm präsentierte die von Thomas Spritzer 1977 gegründete österreichische Formation neue Songs und alte Hits und entführte das gemischte Publikum in die Welt der unterschiedlichsten Liebesformen. Die Themen wären unerschöpflich, aber nach 3 Zugaben ließ das begeisterte Publikum den wundervollen Abend langsam ausklingen.

Samstag, 26.07.2008:
Veldensteiner Festival

Bis spät in die Nacht hinein sangen die Besucher noch die Hymnen von Schandmaul, als die schon längst die Burg Veldenstein verlassen hatten.
Angefangen hat das Ganze schon am Nachmittag mit Volkstrott mit Ihrer Mischung aus Dudelsack, Violine und Hardrock und den fahrenden Spielleuten von Furunkulus.
Danach wurde es Haggard-Zeit,  die mit zwölf Mitstreitern wohl die größte Truppe am Festival-Samstag waren. Nicht nur Rockgitarren sondern auch der Wohlklang eines Cellos umrahmten die klassischen Gesangsklänge der Haggard-Sängerin.
Als wahre Stimmungskanone erwies sich "Stumpen", der Frontmann von Knorkator. Hellster Sopran oder auch klangvoller Bariton, er hatte alle Facetten im Griff. Als er den Titel "Geld" sang, regnete es Knorkator-Dollars. Zum Ende seines Auftritts - bis dann schon entkleidet bis auf einen String - gab es  auch noch eine eindrucksvolle Vorführung im Stage-Diving.
Vor allen der Song "Beer" der finnischen Formation Korpiklaani (Klan des Waldes) brachte das Publikum mit extremer Lautstärke und hartem Beats in Bewegung. Zum krönenden Abschluss gab es dann Mittelalter-Rock vom Feinsten.
Der Auftritt der Formation Schandmaul war der Headliner schlechthin. Mit Geschichten von Rittern und Trinkgelagen, untermalt von den altertümlichen Klängen der Drehleiher und Violine, gemischt mit harten Gitarren-, Bass, und Drumsounds. Das 2000 Gäste starke Publikum war hingerissen vom einmaligen Sound der weithin bekannten Band.
Den krönenden Abschluss des Abends bildeten die beiden Damen von Leuchtfeuer mit ihrer furiosen Feuershow aus Feuerstäben und Feuerseilen.

Sonntag, 27.07.2008:
Vivaldis "Vier Jahreszeiten"

Das Münchener "Mozartorchester" unter Leitung von Dirigent Markus Elsner sorgte in imposanter Weise für den Ausklang des diesjährigen Veldensteiner Festivals. Mit dem Ziel vor Augen, klassische Musik einem breitgefächerten Publikum zugänglich zu machen,  bescherten die 8 Künstler den Zuschauern im Burghof der Burg Veldenstein ein Potpourri großer Musik der letzten Jahrhunderte.
Am Anfang stand das A-Dur Concerto Grosso von Georg Friedrich Händel, gefolgt von der G-Dur Serenade für Streicher von Wolfgang Amadeus Mozart, besser bekannt als die "Kleine Nachtmusik".
Den Abschluss bildeten Antonio Vivaldis "Vier Jahreszeiten", die lautmalerisch durch den intelligenten Einsatz der Instrumente mit Vogelgezwitscher im Frühling, Gewitter im Sommer, das Fallen der Blätter im Herbst und Nieselregen im Winter den Ablauf der Natur eines Jahres beschreibt. Ein krönendes Ende für ein Wochenende der Musik.

25. Juli: Erste Allgemeine Verunsicherung und Special Guest: Atze Bauer (Bilder von Nick Martin)

26. Juli: Schandmaul, Korpiklaani, Knorkator, Haggard, Furunkulus, Volkstrott
(Bilder von Brigitte Paterski und Kai-Christopher Bornhak)